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Diabetes mellitus > Zuckerkrankheit
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Diabetes mellitus der Name kommt aus dem Griechischen und bedeutet
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> honigsüßer Durchfluß <.
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Im 17. Jahrhundert wurde der honigsüße Geschmack des Urins durch den Arzt
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Thomas Willis beschrieben. Eine Diagnose erfolgte damals per Betrachtung, Geruch und
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Geschmack! Vor 1920 begannen die Forscher Banting & Best mit Ihren Untersuchungen.
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1921 gelang es Banting & Best Insulin aus der Bauchspeicheldrüse zu isolieren und
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einem Hund zu injizieren. 1922 wurde der erste Diabetiker mit Insulin behandelt.
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Erst 1960 wurde das menschliche Insulin in seiner Struktur analysiert. 1976 gelang die
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Umwandlung von Schweineinsulin in Humaninsulin. 1979 wurde gentechnisch Humaninsulin
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vollsynthetisch hergestellt.
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In Deutschland sind deutlich über 4 Millionen Menschen Diabetiker. Nochmals ca. 4 Millionen
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Männer und Frauen leben mit der Krankheit, ohne sich dessen bewusst zu sein.
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Ab einem Alter von 40 Jahren nimmt die Gefährdung zu. Übergewicht und Bluthochdruck
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begünstigen die Zuckerkranheit. Blutfettstoffwechselstörungen erhöhen das Risiko
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nochmals. Diabetes führt zu Veränderungen in den Blutgefässen. Komplikationen wie
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Herzinfarkt, Schlaganfall aber auch bleibende Schäden an Augen, Nerven und
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Organen ( Nieren ) sind die Folgen. Typisch ist der Diabetische Fuss und offene Beine.
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Vorbeugend wirkt eine gesunde ausgewogene Ernährung und die Reduzierung von
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Übergewicht. Für den Erkrankten ist eine konsequente Änderung seiner
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Ernährungsgewohnheiten unumgänglich. Wichtig ist zur frühen Erkennung eine regelmässige
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Kontrolle des Blutzuckers. In jeder Apotheke sind heute Harnzuckerteststreifen erhältlich!
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Die Niere des Menschen filtert durch die Nierenkörperchen (Glomeruli) überschüssiges
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Wasser, Stoffwechselrückstände z.B. Harnstoff, Kreatinin, Harnsäure, Gifte, Salze und
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Medikamentenrückstände. Grössere Moleküle z.B. Eiweisse und auch die Blutkörperchen
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verbleiben im Blutkreislauf. Die Basalmembran der Niere ist bei Diabetikern stark gefährdet.
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Eiweisse im Körper werden bei längerfristigem erhöhtem Blutzuckerspiegel stärker verzuckert.
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In die Basalmembran bestehend aus Eiweiss werden diese verzuckerten Eiweisse eingebaut.
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Die Maschen der Basalmembran werden gröber. Durch die gröberen Maschen schlüpfen nun
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auch größere Moleküle. So gelangt z.B. Albumin in den Harn. > Albumintest <.
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In 10 - 20 Jahren kann es zu einem Nierenversagen kommen.
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Die Filterfunktion der Niere wird immer geringer bis sie gänzlich versagt.
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Alle 3 Monate ist hier ein Test angesagt, der Aufschluß über die
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Albuminauscheidung gibt. Der Grenzwert liegt bei 20mg / Liter Urin. Ein hoher Blutdruck fördert
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die Albuminausscheidung. Daher ist eine Kontrolle des Blutdruckes sehr wichtig.
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Bei älteren Menschen sollte er 150 / 90 nicht übersteigen.
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Durch die Ernährung lässt sich einiges tun. Achten Sie auf eine Eiweissreduzierte Kost.
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